Trinkerszene helfen, nicht verdrängen

Dass Trinkerszenen kein einfaches Klientel sind, ist auch der Linkspartei klar. Trotzdem kritisiert die Partei die Verdrängungspolitik der Stadt weiterhin. Sie habe bereits vor Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass eine bloße Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes und damit eine Verdrängung der Szene in einen anderen Bereich die Probleme nicht lösen würde.

Die Szene, die sich nun am Südausgang des Hauptbahnhofes trifft, ist in den vergangenen Wochen immer wieder in die Kritik geraten. Linken-Bundestagskandidat Daniel Kerekeš hält die Taktik der Stadt für falsch: „Die Bundespolizei sagt richtig, dass sie nicht dauerhaft am Südausgang des Bahnhofes präsent sein kann. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Menschen die sich dort treffen brauchen eine starke Präsenz von Street Workern und Sozialarbeitern, nicht von der Polizei.“

Dies sei zwar kostspielig, aber der einzige Weg, wenn man den Menschen der Szene ernsthaft helfen möchte. „Schlussendlich ist die Szene am Südausgang des HBFs auch nur Ausdruck vielfältiger Probleme der bestehenden Politik“, so Kerekeš.

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