Öffentlichen Dienst gibt es nicht zum Nulltarif

Die Essener Linke unterstützt die Forderungen von Verdi nach sechs Prozent bzw. mindestens 200 Euro mehr Lohn im öffentlichen Dienst. Auch wenn die Stadt Essen verschuldet ist, darf das von Kommunal- und Bundespolitik verursachte Dilemma nicht auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen werden.

„Es ist doch zum Mäusemelken“, so der Essener Linken Vorsitzende Daniel Kerekes, „dass sich die Politiker bei Gewerkschaften und Tarifverhandlungen immer mit der Tarifautonomie herausreden und selten Partei ergreifen. Dabei ist es einfach und richtig Position zu beziehen. Wir würden trotzdem nie auf die Idee kommen, die Tarifautonomie nicht zu respektieren. Die großen Parteien reden sich da häufig einfach raus und machen einen Widersprich auf, wo keiner ist.“

Vom Bund bis zur Kommune haben immer mehr öffentliche Haushalte einen Überschuss. Selbst Essen musste 2017 keine neuen Schulden aufnehmen. Höhere Löhne könnten der Stadt dabei helfen, mehr qualifiziertes Personal zu finden, dass sie nach eigenen Angaben bereits lange sucht. „Auch wenn die Stadt nur mit einem Prozent Lohnsteigerung plant, ist das ein Fehler der Stadt, nicht der Beschäftigten“, schließt Kerekes.

„Es ist an der Zeit den Angestellten die Löhne zu erhöhen und nicht den Geschäftsführern oder lediglich den politischen Spitzenbeamten. Dass die Gewerkschaften einen Sockelbetrag von 200 Euro fordern ist super. Sockelbeträge helfen am Ende immer jenen Teilen der Beschäftigten, die am wenigsten verdienen. Wir stehen zu 100 Prozent dahinter“, ergänzt Gabriele Giesecke, Fraktionsvorsitzende der Essener Linken im Stadtrat.19

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