Essen kann mehr – Stadt schneidet bei Deutschland-Studie schlecht ab

Essens Lebensqualität schneidet bei der „Deutschland-Studie“ mit Rang 379 sehr schlecht ab. Die vom ZDF in Auftrag gegebene Studie wertete die Lebensqualität von 401 Landkreisen und Städten aus. Für die Essener Linke ein weiterer Weckruf, dass ein weiter so nicht möglich ist.

„Studien sind nicht immer für voll oder allzu ernst zu nehmen, doch sie sind und müssen als wichtiges Stimmungsbarometer gelten. Essen hat in der ZDF Studie bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel Grünflächen, durch die Bank schlecht abgeschnitten. Das ist ein schlechtes Zeugnis für die etablierte Politik der vergangenen 40 Jahre“, so der Essener Linke Vorsitzende Daniel Kerekes.

Die Linkspartei sieht dabei die Schuld nicht alleine bei der Kommunalpolitik, sondern auch bei den vergangenen Landes- und Bundesregierungen. So schnitt Essen besonders im Bereich Arbeit schlecht ab. So belegt die Stadt bei der Beschäftigungsquote von Frauen lediglich Rang 383 und bei der Arbeitslosenquote Rang 394. Doch auch bei Indikatoren wie Wohnfläche pro Einwohner und der Pro Kopf Verschuldung liegt Essen weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

Die Studie sei für Kerekes nur ein weiterer Fingerzeig, dass es eine Kehrtwende in der Politik bräuchte. „Es müssten mehr Jobs im öffentlichen Sektor geschaffen, Bus und Bahn ausgebaut und deutlich mehr Wohnraum geschaffen werden“, schlägt der Vorsitzende als Direktprogramm vor.

Auch das Thema Schuldenschnitt sei für die Linkspartei noch nicht vom Tisch. Das Ruhrgebiet „könne sich nicht selbst von den vielen Altlasten befreien“, die es teilweise nicht einmal selbst zu verschulden hätte. Essen sei eine Stadt mit tollen Menschen, „doch wir müssen dafür sorgen, dass es den Einwohnern in Zukunft besser gehe, mehr Angebote geschaffen würden und wir uns auch mit der Landes- und Bundesregierung anlegten“, so Kerekes.

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