DIE Russin steht vor der Tür – Pfiffe gegen die Russische Eurovision Sängerin

Alle schreien sie nach Toleranz, wenn es die eigenen Vorstellungen, Lebensweisen oder Ideale sind oder einem in den Kram passt. Doch wenn’s um andere Menschen geht, sind Vorurteile und Borniertheit schnell wieder da und aus der Mottenkiste gekramt.

Der diesjährige Eurovision Song Contest konnte vor Harmonie-Toleranzsucht nicht mehr triefen: Buidling Bridges hier, alles Tutti-Frutti da. Das galt zumindest solange, bis Peter Urban und das Publikum aus der russischen Sängerin Polina Gagarina die beste Freundin und Staatssängerin Putins machten. Alleine die Einleitung des deutschen Kommentators Peter Urban widerte an, dass ausgerechnet Russland ein Friedenslied singen würde. Ja, ausgerechnet Russland. Warum auch nicht? Keiner hat sich über das Friedenslied aus Ungarn beschwert, dem Land der SA nachempfunden Bürgerwehren. Toleranz endet halt da, wo die eigenen Vorurteile anfangen. Das Publikum quittierte jeden Auftritt der Sängerin mit einem lauten Pfeifkonzert, als ob Putin persönlich auf der Bühne stehen würde. Auch das Eingreifen der Moderatorinnen und die Ermahnung Conchitas, brachten nicht viel.

Mich hat die ganze Scheiße einfach nur angewidert. Man stelle sich Mal vor, bei jedem Konzert mit deutscher oder französischer Beteiligung würde das Publikum die KünstlerInnen für die Außenpolitik, Angriffskriege und Troika-Politik auspfeifen. Einfach Panne. Einfach Russophob, was da abging.

Die Presse hat es in einem kurzen Statment gut zusammengefasst: „Oder die Deutschen: Die wollen doch alles totsparen, oder? Die Franzosen intervenieren dauernd in Afrika und stopfen Gänse. Die Ungarn kreuzen in rechtsrechten Tümpeln und ihr Premier findet die Todesstrafe gut. Die Spanier machen Stierkampf, die lustigen Norweger jagen Wale! (Etc.)“

Dabei hat Polina in ihrem Song richtig gesungen: “We are the worlds people. Different yet we’re the same. Praying for peace and healing.” Wir sind die Menschen dieser Welt. Unterschiedlich und doch alle gleich. Wir beten für Frieden und Heilung. Ergänzend sollte man hinzufügen: Und dafür hauen wir erstmal den Kapitalismus weg.

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